Geschäftsfeld 01
Heizelemente nach Ihrer Spezifikation
Drei Bauformen, ein Vorgehen: Wir legen die Heizstruktur für Ihren Anwendungsfall aus — Geometrie, Flächenleistung, Temperaturverteilung, Anschluss — und fertigen vom Muster bis zur Serie.
Heizfolien
Flexible, dünne Heizelemente: eine geätzte Widerstandsbahn, laminiert zwischen zwei Trägerfolien.
Die Wärme entsteht in einer geätzten Metallbahn, typischerweise Kupfer oder eine Widerstandslegierung. Bahnbreite und Bahnabstand lassen sich über die Fläche gezielt variieren — damit wird die Leistung dort eingebracht, wo sie gebraucht wird, statt gleichmässig über die ganze Fläche verteilt zu werden.
Als Träger dienen je nach Temperaturbereich Polyimid, PET oder Silikon. Die geringe Dicke und die kleine Wärmekapazität ergeben kurze Aufheizzeiten; die Folie folgt gekrümmten Oberflächen und wird meist direkt aufgeklebt.
Ausführung
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Trägermaterial | Polyimid (PI), PET oder Silikon |
| Anschluss | Litze, Flachbandkabel oder FFC/ZIF |
| Integrierter Temperatursensor | optional: NTC, PT1000 oder Thermoschalter |
Kundenspezifisch anpassbar
- Kontur und Aussparungen nach Ihrer Zeichnung
- Bahnlayout für eine gezielte Temperaturverteilung oder mehrere getrennt ansteuerbare Heizzonen
- Flächenleistung und Widerstand auf Ihre Versorgungsspannung ausgelegt
- Selbstklebende Rückseite (PSA) oder unbeschichtet zum Verkleben
- Integrierter Temperatursensor (NTC/PT1000) und Übertemperatursicherung
- Anschlusslage, Kabellänge und Steckverbinder
- Kennzeichnung, Bedruckung und Chargenrückverfolgung
Typische Anwendungen
- Betauungs- und Vereisungsschutz an Sensoren und Optiken
- Temperierung in Medizin- und Laborgeräten
- Batterie- und Akkuvorwärmung
- Displays und Kameras bei tiefen Umgebungstemperaturen
- Beheizte Messzellen und Probenkammern
PCB-Heizplatten
Die Heizstruktur als Widerstandslage im Leiterplattenaufbau — formstabil, masshaltig und auf derselben Platine mit Sensorik und Regelung kombinierbar.
Statt eine Heizung an eine Baugruppe zu montieren, wird sie Teil davon: Die Widerstandsbahn liegt als strukturierte Lage im Lagenaufbau. Schichtdicke und Bahngeometrie bestimmen den Widerstand, das Layout die Temperaturverteilung.
Kupfer ist dabei der Standard, aber nicht die einzige Möglichkeit. Wegen seines sehr geringen spezifischen Widerstands braucht eine Kupferbahn für einen gegebenen Widerstand viel Länge und wenig Querschnitt. Wo ein höherer Flächenwiderstand gefragt ist — etwa bei höherer Betriebsspannung oder kleiner Heizfläche — bringen wir stattdessen höherohmige Widerstandsmaterialien in den Lagenaufbau ein. Derselbe Widerstand lässt sich damit auf deutlich kleinerer Fläche darstellen.
Als Basismaterial kommt FR4 zum Einsatz, für höhere Leistungsdichten und schnellere Wärmespreizung ein Aluminiumkern (IMS). Temperatursensoren, Regelung, Leistungsschalter und Schnittstelle lassen sich auf derselben Leiterplatte bestücken — das spart Verkabelung, Übergangswiderstände und Toleranzen.
Ausführung
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Basismaterial | FR4, Aluminiumkern (IMS) oder Keramik |
| Widerstandsmaterial | Kupfer (Standard) oder höherohmige Widerstandsmaterialien für grössere Flächenwiderstände |
| Oberfläche | ENIG, chemisch Zinn oder HAL |
| Integrierte Sensorik | optional NTC/PT1000 bestückt, Regelung auf derselben Platine |
Kundenspezifisch anpassbar
- Aussenkontur, Bohrbild und Befestigungspunkte nach Zeichnung
- Mehrere getrennt ansteuerbare Heizzonen
- Kupferlayout für eine definierte Temperaturverteilung statt gleichmässiger Fläche
- Regelelektronik, Leistungsstufe und Schnittstelle auf derselben Leiterplatte
- Temperatursensoren an von Ihnen definierten Messpunkten bestückt
- Basismaterial nach Temperatur- und Leistungsanforderung
- Widerstandsmaterial: Kupfer oder höherohmige Alternativen, abgestimmt auf Betriebsspannung und verfügbare Heizfläche
- Serienfertigung mit elektrischer Endprüfung und Prüfprotokoll
Typische Anwendungen
- Thermostatisierung von Sensoren und Referenzelementen
- Beheizte Mess- und Probenzellen
- Laborheizplatten und Inkubatoren
- Prozesswärme in Tisch- und Kleingeräten
- Kondensationsschutz in Gehäusen und Optiken
Selbstregelnde Heizplatten
PTC-Heizelemente, die ihre Leistung selbst begrenzen: Oberhalb der Curie-Temperatur steigt der Widerstand steil an und die aufgenommene Leistung fällt — ohne jede Regelelektronik.
Das Material ist ein Kaltleiter (PTC): Sein Widerstand bleibt bis zur Curie-Temperatur niedrig und nimmt darüber um Grössenordnungen zu. Ein solches Element nimmt beim Einschalten viel Leistung auf, heizt schnell auf und pendelt sich dann selbsttätig auf seiner Regeltemperatur ein.
Daraus folgen zwei praktische Eigenschaften. Erstens kann sich die Heizung prinzipbedingt nicht wesentlich über die Curie-Temperatur hinaus erwärmen — auch bei blockiertem Wärmeabfluss, abgerissener Sensorleitung oder ausgefallener Elektronik. Zweitens passt sie sich der Last selbst an: Bei kräftiger Kühlung nimmt sie mehr Leistung auf, bei geringer weniger.
Ausführung
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Wirkprinzip | PTC-Kaltleiter, selbstbegrenzend oberhalb der Curie-Temperatur |
| Temperaturbegrenzung | werkstoffseitig; keine Regelelektronik und kein Temperatursensor erforderlich |
| Übertemperaturschutz | prinzipbedingt gegeben; optional zusätzliche Abschaltung für sicherheitskritische Einbauten |
| Anschluss | Litze, Flachstecker oder Federkontakt |
Kundenspezifisch anpassbar
- Regeltemperatur über den Curie-Punkt des Materials festgelegt
- Fläche, Kontur und Wärmeverteiler nach Einbausituation
- Spannungsebene: Nieder- oder Netzspannung
- Thermische Anbindung: Klebung, Verschraubung oder Federandruck
- Anschlusstechnik und Lage des Kabelabgangs
- Zusätzliche Übertemperaturabschaltung für sicherheitskritische Einbauten
Typische Anwendungen
- Vorwärmung von Batterien und Akkus bei tiefen Temperaturen
- Betauungsschutz an Kameras und Sensoren im Aussenbereich
- Frostschutz in Klein- und Aussengeräten
- Heizung an schwer zugänglichen Stellen ohne Sensorleitung
- Anwendungen, in denen eine Übertemperatur ausgeschlossen sein muss
Verwandte Bereiche
Von der Anforderung zur Serie
-
Spezifikation
Wir klären Anwendung, Randbedingungen und Prüfkriterien: Temperaturbereich, Leistung, Messbereich, Einbausituation, Stückzahl, Lebensdauer.
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Entwurf und Muster
Auslegung, Konstruktion und bemusterte Prototypen — jeweils mit Messprotokoll, damit die Abweichung zur Spezifikation belegt ist und nicht behauptet.
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Verifikation
Funktions- und Dauerprüfung, thermische Vermessung, EMV-Vorbereitung und Begleitung der Prüfung bis zur Freigabe.
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Serie
Fertigung der von uns entwickelten Komponenten, elektrische Endprüfung, Dokumentation, Chargenrückverfolgung und Langzeitverfügbarkeit.
Anfrage zu diesem Bereich
Temperaturbereich, Leistung, Messbereich, Einbausituation, Stückzahl — mit diesen Angaben können wir konkret antworten statt allgemein.
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